Aktion

Mir lebn Eybik

Der Klang der Stolpersteine 2020 war ein berührendes Erlebnis und eindrucksvolles Statement:
Trotz Corona haben die allermeisten Aktionen und Konzerte stattgefunden. Ganz viele KünstlerInnen haben Wege gefunden auch unter diesen besonderen Bedingungen der Opfer zu gedenken und die Lebenden zu mahnen.

Neu waren im Jahr 2020:
* der ehemalige Wagenstellplatz für Landfahrer, auch für Roma, am Gries. Dort haben Schüler der Waldorfschule des Jenaer Roma-Mädchens Sonja Maria Wagner gedacht.
* der Spielplatz Schlippenstraße (bei EDEKA). Flötenquer hat an die drei Morde am 11.April 1945 erinnert.
* der Enver-Simsek-Platz, Einwohner von Winzerla/Burgau gedachten des ersten Opfers des NSU-Trios.
* die Treppen am Eichplatz, wo eine Text-Musik-Collage von Schülern der Lobdeburgschule und der Band carpe noctem aufgeführt wurde.
* Fürstengraben 6. Hier haben Schüler der UniverSaale an den Jenaer Arzt Emil Klein erinnert.

Im Mittelpunkt standen aber wieder die Orte, an denen Stolpersteinen verlegt waren. Überall gab es würdige, berührende, nachdenklich machende Aktionen.
Trotz Corona und trotzdem, dass nicht alle Konzerte stattgefunden haben, sind ganz viele gekommen, um ihre Verbundenheit mit der Idee der Mitmenschlichkeit, der Toleranz, der Würde jedes einzelnen Menschen auszudrücken. Oft hören wir von 40 oder 50 Zuhörern. Wenn wir nur mal annehmen, dass an jedem der 40 Orte 5 Menschen beteiligt waren und 20 zugehört haben, waren es schon 1000 Teilnehmer auch in diesem Jahr wieder.

Allen Beteiligten sei von ganzem Herzen gedankt!!! Allen Zuhörern, Sympathisanten sei zugerufen: Machen Sie mit! Oder halten Sie uns in anderer Form die Treue.

Es hört nicht auf.